Ein Hausnotruf gibt Sicherheit — für Pflegebedürftige, die allein leben, und für ihre Angehörigen. Auf Knopfdruck ist rund um die Uhr Hilfe erreichbar. Bei vorliegendem Pflegegrad bezuschusst die Pflegekasse das System. Hier erfahren Sie, wie der Hausnotruf funktioniert, was er kostet und wie Sie den Zuschuss erhalten (Stand 2025).
Ein Hausnotruf ist ein technisches Notrufsystem für zu Hause, mit dem im Ernstfall auf Knopfdruck sofort Hilfe geholt werden kann. Es besteht aus einer Basisstation mit Freisprechfunktion und einem kleinen Funksender, den die Person als Armband oder Halskette ständig bei sich trägt. Wird der Knopf gedrückt, baut sich automatisch eine Verbindung zu einer rund um die Uhr besetzten Notrufzentrale auf.
Der Hausnotruf gibt vor allem alleinlebenden, älteren oder gesundheitlich eingeschränkten Menschen Sicherheit — und entlastet Angehörige, die nicht ständig vor Ort sein können.
Der Ablauf im Notfall ist denkbar einfach:
Die Zentrale kennt die hinterlegten Daten — Vorerkrankungen, Medikamente, Kontaktpersonen — und kann so gezielt reagieren, auch wenn die Person nicht mehr sprechen kann.
Besonders empfehlenswert ist ein Hausnotruf für:
Ein Basis-Hausnotruf kostet je nach Anbieter rund 25 bis 30 € im Monat, dazu kommt oft eine einmalige Anschluss- oder Einrichtungsgebühr. Für Zusatzleistungen — etwa eine Schlüsselhinterlegung, einen Sturzsensor oder mobile Geräte mit GPS — fallen Aufpreise an. Vergleichen lohnt sich, da sich Leistungsumfang und Preise zwischen den Anbietern unterscheiden.
Liegt ein Pflegegrad vor, beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten: Sie übernimmt einen monatlichen Zuschuss von 25,50 € (Stand 2025) für den Basis-Hausnotruf — damit ist die Grundversorgung in vielen Fällen nahezu abgedeckt. Zusätzlich kann ein einmaliger Betrag für die Anschaffung bzw. Installation übernommen werden. Der Hausnotruf zählt zu den technischen Pflegehilfsmitteln.
Den Zuschuss erhalten Menschen mit mindestens Pflegegrad 1, die
Der Anspruch besteht also schon ab Pflegegrad 1 — eine der wenigen Sachleistungen, die auch bei geringer Pflegebedürftigkeit greifen.
Der Weg zum bezuschussten Hausnotruf:
Hausnotruf-Systeme werden vor allem von den großen Hilfsorganisationen angeboten — etwa Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser, Arbeiter-Samariter-Bund und Caritas. Daneben gibt es private Anbieter. Achten Sie auf eine rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale, schnelle Reaktionszeiten, faire Vertragsbedingungen und einen verlässlichen Service vor Ort.
Wir beraten Sie kostenlos und prüfen, ob in Ihrer Region — im Rhein-Neckar-Raum rund um Mannheim wie bundesweit — eine Pflegekraft verfügbar ist.
✓ In 30 Sekunden ✓ kostenlos ✓ unverbindlichWer noch aktiv und viel unterwegs ist, profitiert von einem mobilen Notrufgerät. Es funktioniert auch außer Haus, ist mit GPS-Ortung ausgestattet und meldet im Notfall den aktuellen Standort an die Zentrale. So bleibt der Schutz beim Spaziergang, beim Einkaufen oder im Garten erhalten. Mobile Lösungen kosten meist etwas mehr als der klassische Hausnotruf und werden in der Regel nicht vollständig bezuschusst.
Bei beginnender Demenz kann ein Hausnotruf sinnvoll sein, stößt aber an Grenzen: Im fortgeschrittenen Stadium können Betroffene den Knopf oft nicht mehr gezielt einsetzen. Hier helfen ergänzende Lösungen wie automatische Sturzsensoren, Bewegungsmelder oder GPS-Ortungssysteme gegen eine Weglauftendenz. Lassen Sie sich beraten, welche Technik zur jeweiligen Krankheitsphase passt.
Viele Systeme lassen sich erweitern:
Diese Extras erhöhen die Sicherheit, sind aber meist kostenpflichtig.
Ein Hausnotruf bringt für alle Beteiligten Sicherheit: Pflegebedürftige können länger selbstständig zu Hause leben, im Notfall kommt schnell Hilfe, und Angehörige sind spürbar entlastet, weil sie wissen, dass jemand erreichbar ist. Schon das Tragen des Senders gibt vielen Menschen ein gutes, sicheres Gefühl im Alltag — und nimmt die Angst vor dem Alleinsein.
Vor dem Abschluss lohnt der genaue Blick:
Die Einrichtung eines Hausnotrufs ist unkompliziert und dauert meist nur kurz. Nach der Anmeldung beim Anbieter wird ein Termin vereinbart. Ein Techniker bringt die Basisstation mit, schließt sie an Strom und Telefon- bzw. Internetanschluss an und prüft die Reichweite des Funksenders in der ganzen Wohnung.
Anschließend werden die persönlichen Daten hinterlegt: Erkrankungen, Medikamente, Kontaktpersonen und der Hausarzt. Oft wird gleich ein Probealarm ausgelöst, damit die Person den Ablauf einmal selbst erlebt. Danach ist das System sofort einsatzbereit.
Stürze sind im Alter eine der häufigsten Ursachen für Krankenhausaufenthalte — und die größte Sorge vieler Angehöriger. Der Hausnotruf greift im Ernstfall, ersetzt aber keine Vorbeugung. Sinnvoll ist die Kombination mit klassischer Sturzprophylaxe: Stolperfallen entfernen, für gute Beleuchtung sorgen, Haltegriffe anbringen und für festes Schuhwerk sorgen. Ergänzend bieten viele Systeme einen automatischen Sturzsensor, der auch dann Alarm auslöst, wenn die Person den Knopf nicht mehr selbst drücken kann.
Ein Hausnotruf lohnt sich nicht nur für Alleinlebende. Auch in Haushalten, in denen ein Partner den anderen pflegt, gibt das System Sicherheit — etwa wenn die pflegende Person selbst stürzt oder beide gleichzeitig Hilfe brauchen. Viele Anbieter ermöglichen einen zweiten Funksender für den Partner, oft gegen einen geringen Aufpreis. So sind beide Personen abgesichert, und im Notfall ist immer jemand erreichbar.
Beim Hausnotruf werden sensible Gesundheitsdaten gespeichert. Seriöse Anbieter halten sich strikt an die Vorgaben des Datenschutzes (DSGVO): Die Daten werden verschlüsselt verarbeitet, nur für den Notfall genutzt und nicht an Dritte weitergegeben. Achten Sie bei der Wahl des Anbieters auf transparente Datenschutzbestimmungen und eine zertifizierte Notrufzentrale. So profitieren Sie von der Sicherheit des Systems, ohne sich um den Schutz Ihrer Daten sorgen zu müssen.
Die Systeme unterscheiden sich vor allem im Funktionsumfang:
| Variante | Funktion | Einsatz |
|---|---|---|
| Basis | Notrufknopf + Zentrale | zu Hause |
| Komfort | plus Sturzsensor, Schlüsselbox | zu Hause, erhöhtes Risiko |
| Mobil | plus GPS-Ortung | auch unterwegs |
Den Pflegekassen-Zuschuss von 25,50 € gibt es für den Basis-Hausnotruf; Zusatzfunktionen kosten in der Regel extra.
Diese Annahmen halten manche vom Hausnotruf ab:
Der Hausnotruf entlastet nicht nur die Pflegebedürftigen, sondern vor allem auch die Angehörigen. Viele Kinder pflegebedürftiger Eltern wohnen weiter entfernt und sorgen sich, ob im Notfall jemand hilft. Das Wissen, dass rund um die Uhr eine Notrufzentrale erreichbar ist und im Ernstfall sofort die hinterlegten Kontaktpersonen verständigt werden, nimmt diese Sorge spürbar. So lässt sich die Selbstständigkeit der Eltern länger erhalten, ohne dass Angehörige ständig in Alarmbereitschaft leben müssen.
Moderne Hausnotruf-Systeme sind flexibel: Sie funktionieren sowohl über den klassischen Telefonanschluss als auch über Internet (VoIP) oder das Mobilfunknetz. Für Haushalte ohne Festnetz gibt es Geräte mit eingebauter SIM-Karte, die das Mobilfunknetz nutzen. Wichtig ist eine stabile Verbindung und eine Stromversorgung; viele Basisstationen haben einen Notstromakku, der auch bei Stromausfall mehrere Stunden weiterläuft. Der Anbieter prüft bei der Installation, welche Lösung in Ihrer Wohnung am besten funktioniert.
Hausnotruf-Verträge lassen sich in der Regel mit überschaubaren Fristen kündigen — achten Sie schon beim Abschluss auf flexible Konditionen. Ein Wechsel des Anbieters ist möglich, etwa wenn Sie mit dem Service unzufrieden sind oder zusätzliche Funktionen wie eine GPS-Ortung wünschen. Auch bei einem Umzug oder veränderten Bedürfnissen lohnt sich ein Vergleich. Der Pflegekassen-Zuschuss bleibt unabhängig vom Anbieter bestehen, solange die Voraussetzungen erfüllt sind.
Ein Hausnotruf ist ein wichtiger Baustein für ein sicheres Leben zu Hause — und lässt sich ideal mit ambulanter Pflege kombinieren. Wir beraten Sie, welche Lösung zu Ihrer Situation passt, und übernehmen die regelmäßige pflegerische Versorgung, damit Ihr Angehöriger rundum gut versorgt ist. So verbinden sich Technik und persönliche Betreuung zu echter Sicherheit. Gern prüfen wir unverbindlich, ob in Ihrer Region eine Pflegekraft verfügbar ist.
Persönlich, erfahren, herzlich: Sprechen Sie mit uns über die Versorgung Ihres Angehörigen zu Hause.
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