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Inhaltsverzeichnis
  • Betreutes Wohnen im eigenen Zuhause – wie funktioniert das?
  • Unterschiede: Wohnanlage oder Betreuung im eigenen Zuhause?
  • Überblick: Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
  • Was kostet betreutes Wohnen – und wovon hängen die Kosten ab?
  • Wie kommt man zu betreutem Wohnen oder einer passenden Alternative?
  • Worauf Angehörige bei der Entscheidung achten sollten
  • Die passende Lösung finden – nicht die erstbeste
  • Häufige Fragen zum betreuten Wohnen (FAQ)
  • Wenn der Alltag zunehmend unsicher wird, stehen viele Angehörige vor einer schwierigen Frage:
    Wie kann ein selbstständiges Leben weiterhin möglich sein – ohne gleich an ein Pflegeheim denken zu müssen?

    Betreutes Wohnen gilt für viele als sanfter Übergang zwischen eigenständigem Wohnen und umfassender Pflege. Es verspricht Sicherheit, Unterstützung im Alltag und gleichzeitig ein hohes Maß an Selbstbestimmung. Doch was genau bedeutet betreutes Wohnen eigentlich? Für wen ist es geeignet – und welche Alternativen gibt es, wenn ein Umzug nicht infrage kommt?

    Dieser Beitrag gibt einen verständlichen Überblick, ordnet die verschiedenen Wohn- und Betreuungsformen ein und hilft dabei, die passende Lösung für die jeweilige Lebenssituation zu finden.

     

    Was bedeutet betreutes Wohnen?

    Betreutes Wohnen bezeichnet eine Wohnform, bei der Menschen in ihrer eigenen Wohnung leben und bei Bedarf Unterstützung und Betreuung in Anspruch nehmen können. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Pflege, sondern die Selbstständigkeit – ergänzt durch Sicherheit und Service.

    Typisch für betreutes Wohnen ist die Kombination aus:

    • einem normalen Miet- oder Eigentumsverhältnis für die Wohnung
    • einem Betreuungs- oder Dienstleistungsvertrag, der bestimmte Grundleistungen absichert

    Zu diesen Grundleistungen zählen häufig ein Hausnotruf, ein fester Ansprechpartner oder organisatorische Hilfe im Alltag. Weitere Unterstützungsangebote können je nach Bedarf hinzugebucht werden.

    Wichtig zu wissen:
    Betreutes Wohnen ist keine gesetzlich geschützte Bezeichnung. Die konkreten Leistungen, Kosten und Vertragsmodelle unterscheiden sich je nach Anbieter und Region teils deutlich.

     

    Für wen ist betreutes Wohnen gedacht – und für wen nicht?

    Betreutes Wohnen richtet sich vor allem an Menschen, die ihren Alltag grundsätzlich noch selbstständig bewältigen können, sich aber mehr Sicherheit und Unterstützung wünschen.

    Typische Lebenssituationen

    • ältere Menschen, die allein leben und sich im Alltag unsicher fühlen
    • Paare, bei denen einer der Partner Unterstützung benötigt
    • Menschen, die vorsorgen möchten, bevor Pflegebedürftigkeit eintritt
    • Angehörige, die entlastet werden sollen, ohne einen Umzug ins Pflegeheim

    Betreutes Wohnen kann helfen, den Alltag strukturierter und sicherer zu gestalten – ohne den Verlust der eigenen vier Wände oder der gewohnten Umgebung.

    Wann betreutes Wohnen nicht ausreicht

    Bei einem hohen oder dauerhaft steigenden Pflegebedarf stößt klassisches betreutes Wohnen jedoch an Grenzen. Wenn eine intensive Betreuung oder regelmäßige Unterstützung rund um die Uhr erforderlich ist, reichen die üblichen Serviceleistungen oft nicht mehr aus.

    In solchen Fällen müssen andere Betreuungs- oder Pflegeformen in Betracht gezogen werden, die besser zur tatsächlichen Situation passen – bspw. mit einem Pflegedienst.

     

    Welche Formen von betreutem Wohnen gibt es?

    Betreutes Wohnen ist kein einheitliches Konzept, sondern ein Sammelbegriff für unterschiedliche Wohn- und Betreuungsformen, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: selbstständig leben und bei Bedarf Unterstützung erhalten. Wie dieses Ziel umgesetzt wird, kann jedoch sehr unterschiedlich aussehen.

    Betreutes Wohnen in Wohnanlagen

    Die bekannteste Form ist das betreute Wohnen in speziell dafür vorgesehenen Wohnanlagen. Hier leben Seniorinnen und Senioren in einer eigenen, barrierearmen Wohnung innerhalb einer Wohnanlage, die auf ältere Menschen ausgerichtet ist.

    Typisch für diese Form sind:

    • ein regulärer Mietvertrag für die Wohnung
    • ein verpflichtender Service- oder Betreuungsvertrag
    • Grundleistungen wie Hausnotruf, Ansprechpartner oder organisierte Gemeinschaftsangebote
    • optionale Zusatzleistungen, zum Beispiel Haushaltshilfe oder Pflegeleistungen

    Diese Wohnform bietet Struktur und Sicherheit, setzt jedoch in der Regel einen Umzug voraus.

    Hinweis: Wir führen diese Art von betreutem Wohnen nicht durch.

     

    Service-Wohnen und ähnliche Konzepte

    Der Begriff Service-Wohnen wird häufig synonym oder ergänzend verwendet. Auch hier steht das selbstständige Wohnen im Vordergrund, ergänzt durch vertraglich geregelte Serviceangebote.

    Je nach Anbieter und Region können sich:

    • Leistungsumfang
    • Vertragsmodelle
    • Kostenstruktur

    deutlich unterscheiden. Eine klare Abgrenzung ist für Angehörige oft schwierig, weshalb es besonders wichtig ist, Leistungen und Verträge genau zu prüfen.

     

    Betreuung im eigenen Zuhause

    Neben Wohnanlagen gibt es auch Konzepte, die das Prinzip des betreuten Wohnens ohne Umzug umsetzen. Dabei bleibt die betreuungsbedürftige Person in der vertrauten eigenen Wohnung oder im eigenen Haus und erhält dort Unterstützung im Alltag.

    Diese Form der Betreuung richtet sich an Menschen, die:

    • ihr Zuhause nicht verlassen möchten
    • ein hohes Maß an Privatsphäre wünschen
    • individuelle Unterstützung benötigen, die sich flexibel anpassen lässt

    Die Unterstützung kann von Alltagshilfe über Begleitung bis hin zu einer organisierten 24-Stunden-Betreuung reichen. Ziel ist es, Sicherheit und Entlastung zu schaffen, während Selbstständigkeit und gewohnte Lebensstrukturen erhalten bleiben.

    Wichtig ist hierbei ein klar geregelter rechtlicher Rahmen, insbesondere bei der Beschäftigung von Betreuungskräften. Seriöse Modelle setzen auf transparente Vertragsverhältnisse und eine Anstellung nach geltendem deutschen Arbeitsrecht. Nach diesem Modell führen wir unsere Betreuung in häuslicher Gemeinschaft durch.

     

    Warum diese Unterscheidung wichtig ist

    Welche Form des betreuten Wohnens passend ist, hängt stark von der persönlichen Situation ab. Während Wohnanlagen für manche Menschen Sicherheit und Gemeinschaft bieten, ist für andere die Betreuung im eigenen Zuhause die bessere Lösung – vor allem dann, wenn ein Umzug vermieden werden soll oder ein höherer individueller Betreuungsbedarf besteht.

    Die Entscheidung sollte daher nicht allein vom Begriff „betreutes Wohnen“ abhängen, sondern davon, wie Betreuung konkret umgesetzt wird und was zur jeweiligen Lebenssituation passt.

     

    Betreutes Wohnen im eigenen Zuhause – wie funktioniert das?

    Nicht jeder Mensch möchte für mehr Sicherheit und Unterstützung im Alltag seine gewohnte Umgebung verlassen. Für viele ist das eigene Zuhause eng mit Lebensqualität, Erinnerungen und Selbstbestimmung verbunden. Genau hier setzt die Betreuung im eigenen Zuhause an.

    Statt eines Umzugs in eine Wohnanlage erfolgt die Unterstützung dort, wo der Mensch bereits lebt. Die Betreuung orientiert sich am individuellen Bedarf und kann flexibel an den Alltag angepasst werden.

     

    Unterstützung im Alltag statt institutioneller Pflege

    Im Mittelpunkt steht nicht die medizinische Pflege, sondern die Begleitung und Entlastung im täglichen Leben. Dazu können unter anderem gehören:

    • Hilfe im Haushalt und bei alltäglichen Aufgaben
    • Unterstützung bei der Strukturierung des Tages
    • Begleitung zu Terminen oder bei Aktivitäten
    • soziale Nähe und Sicherheit durch regelmäßige Anwesenheit

    Je nach Situation kann die Betreuung so organisiert werden, dass rund um die Uhr eine Betreuungsperson anwesend ist. Dieses Modell wird häufig als 24-Stunden-Betreuung bezeichnet und ermöglicht eine kontinuierliche Unterstützung, ohne die Selbstständigkeit vollständig aufzugeben.

     

    24-Stunden-Betreuung als Organisationsmodell

    Bei der 24-Stunden-Betreuung lebt eine Betreuungskraft mit im Haushalt oder ist dauerhaft vor Ort. Dadurch entsteht ein hohes Maß an Sicherheit, insbesondere für Menschen, die:

    • nicht mehr allein bleiben sollten
    • Unterstützung zu wechselnden Tageszeiten benötigen
    • nachts Orientierung oder Hilfe brauchen

    Wichtig ist dabei die klare Abgrenzung zur Pflege im medizinischen Sinne. Pflegerische Tätigkeiten werden – sofern erforderlich – in der Regel durch ambulante Pflegedienste ergänzt.

    Hinweis: 24-Stunden-Betreuung durch einen Pflegedienst funktioniert ideal im Zusammenspiel mit ihrem bisherigen ambulanten Pflegediensten. Während der Pflegedienst für 24-Stunden-Betreuung mit der Pflegekasse abrechnet, kommt der ambulante Pflegedienst für die medizinische Versorgung, welche über die Krankenkasse abgerechnet wird.

     

    Rechtliche Sicherheit als zentrales Qualitätsmerkmal

    Ein entscheidender Punkt bei der Betreuung im eigenen Zuhause ist der rechtliche Rahmen. Seriöse Anbieter arbeiten mit transparenten Vertragsmodellen und stellen sicher, dass Betreuungskräfte nach deutschem Arbeitsrecht angestellt sind.

    Dazu gehören unter anderem:

    • ein deutscher Arbeitsvertrag
    • Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns
    • geregelte Arbeits-, Pausen- und Ruhezeiten
    • soziale Absicherung der Betreuungskräfte

    Für Familien bedeutet das vor allem eines: Rechtssicherheit und Verlässlichkeit. Gleichzeitig trägt dieses Modell dazu bei, faire Arbeitsbedingungen für Betreuungspersonen zu gewährleisten.

     

    Für wen ist Betreuung im eigenen Zuhause besonders geeignet?

    Diese Form des betreuten Wohnens kann eine sinnvolle Alternative sein, wenn:

    • ein Umzug nicht gewünscht oder nicht möglich ist
    • ein höherer Betreuungsbedarf besteht, der über klassische Serviceangebote hinausgeht
    • individuelle Betreuung wichtiger ist als gemeinschaftliche Angebote
    • Angehörige entlastet werden sollen, ohne die Verantwortung vollständig abzugeben

    Ob diese Betreuungsform passt, hängt immer von der persönlichen Situation ab und sollte sorgfältig geprüft werden.

     

    Unterschiede: Wohnanlage oder Betreuung im eigenen Zuhause?

    Sowohl das klassische betreute Wohnen in einer Wohnanlage als auch die Betreuung im eigenen Zuhause verfolgen dasselbe Ziel: Sicherheit und Unterstützung im Alltag bei möglichst viel Selbstständigkeit. Die Wege dorthin unterscheiden sich jedoch deutlich.

    Ein direkter Vergleich kann helfen, die für die jeweilige Situation passendere Lösung zu erkennen.

     

    Wohnumfeld und Alltag

    Beim betreuten Wohnen in einer Wohnanlage leben Seniorinnen und Senioren in einer dafür vorgesehenen Wohnung innerhalb einer Gemeinschaft. Das Umfeld ist auf ältere Menschen ausgerichtet, häufig barrierearm und mit gemeinschaftlichen Angeboten verbunden.

    Die Betreuung im eigenen Zuhause findet hingegen in der vertrauten Umgebung statt. Tagesabläufe, Nachbarschaft und persönliche Routinen bleiben erhalten. Für viele Menschen ist genau das ein entscheidender Faktor für Lebensqualität und Orientierung.

     

    Art und Umfang der Unterstützung

    In Wohnanlagen sind die Betreuungsleistungen meist standardisiert. Es gibt feste Grundleistungen, zusätzliche Angebote können nach Bedarf hinzugebucht werden. Die Unterstützung ist in der Regel nicht dauerhaft präsent, sondern abrufbar.

    Bei der Betreuung im eigenen Zuhause richtet sich die Unterstützung stärker nach dem individuellen Bedarf. Je nach Organisation kann eine Betreuungskraft regelmäßig oder dauerhaft anwesend sein, was insbesondere bei höherem Unterstützungsbedarf oder nächtlicher Unsicherheit eine wichtige Rolle spielt.

     

    Privatsphäre und Selbstbestimmung

    Gemeinschaftliche Wohnformen bieten soziale Kontakte, erfordern jedoch auch eine gewisse Anpassung an Strukturen und Abläufe der Einrichtung.

    Die Betreuung im eigenen Zuhause ermöglicht ein hohes Maß an Privatsphäre. Entscheidungen über Tagesrhythmus, Besuch oder Alltagsgestaltung bleiben vollständig in der Hand der betreuten Person.

     

    Flexibilität bei steigendem Betreuungsbedarf

    Ein wichtiger Unterschied zeigt sich, wenn sich der Unterstützungsbedarf verändert. In Wohnanlagen stoßen die Möglichkeiten der Betreuung mit zunehmender Pflegebedürftigkeit oft an Grenzen. Dann wird häufig ein weiterer Umzug notwendig.

    Die Betreuung im eigenen Zuhause lässt sich in vielen Fällen schrittweise anpassen, etwa durch eine intensivere Begleitung oder ergänzende ambulante Pflegeleistungen. Dadurch kann ein weiterer Ortswechsel unter Umständen vermieden werden.

     

    Überblick: Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

    Betreutes Wohnen in Wohnanlagen

    • eigene Wohnung innerhalb einer Anlage
    • feste Service- und Betreuungsangebote
    • Gemeinschaft und Struktur
    • begrenzte Anpassung bei steigendem Bedarf

    Betreuung im eigenen Zuhause

    • Verbleib in der vertrauten Umgebung
    • Individuelle, selbstbestimmte und flexible Unterstützung
    • hohe Privatsphäre
    • Anpassung an veränderte Bedürfnisse möglich

     

    Einordnung für Angehörige

    Welche Wohn- und Betreuungsform die richtige ist, hängt weniger vom Begriff als von der konkreten Lebenssituation ab. Faktoren wie Sicherheitsbedürfnis, Unterstützungsumfang, Flexibilität und der Wunsch nach Verbleib im eigenen Zuhause spielen eine zentrale Rolle.

    Eine ehrliche Gegenüberstellung hilft dabei, eine Entscheidung zu treffen, die nicht nur kurzfristig passt, sondern auch zukünftige Entwicklungen berücksichtigt.

     

    Was kostet betreutes Wohnen – und wovon hängen die Kosten ab?

    Die Kosten für betreutes Wohnen lassen sich nicht pauschal beziffern. Sie hängen von mehreren Faktoren ab und unterscheiden sich je nach Wohnform, Anbieter und Region teilweise deutlich. Für Angehörige ist es deshalb wichtig zu verstehen, wie sich die Kosten zusammensetzen, statt nur nach einzelnen Zahlen zu suchen.

     

    Kosten beim betreuten Wohnen in Wohnanlagen

    Beim klassischen betreuten Wohnen in einer Wohnanlage bestehen die monatlichen Kosten in der Regel aus mehreren Bausteinen:

    • Miete für die Wohnung, abhängig von Lage, Größe und Ausstattung
    • Service- oder Betreuungspauschale für Grundleistungen wie Notrufsysteme oder Ansprechpartner
    • Zusatzleistungen, etwa Haushaltshilfe, Verpflegung oder Pflegeleistungen, die je nach Bedarf hinzukommen

    Die Servicepauschale fällt meist unabhängig davon an, ob Leistungen tatsächlich genutzt werden. Weitere Unterstützungsangebote werden zusätzlich abgerechnet.

     

    Kosten bei Betreuung im eigenen Zuhause

    Bei der Betreuung im eigenen Zuhause ergeben sich die Kosten vor allem aus dem individuellen Betreuungsumfang. Je nach Modell können dazu gehören:

    • Kosten für die Betreuungskraft
    • Organisation und Koordination der Betreuung
    • gegebenenfalls Unterkunft und Verpflegung im Haushalt

    Der finanzielle Aufwand hängt stark davon ab, wie intensiv die Betreuung organisiert ist, etwa ob eine ständige Anwesenheit erforderlich ist oder ob ergänzende Leistungen hinzukommen.

     

    Welche Rolle spielen Kranken- und Pflegekasse?

    Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass die Krankenkasse die Kosten für betreutes Wohnen übernimmt. Tatsächlich gilt:

    • Die Krankenkasse übernimmt keine Kosten für Wohn- oder Betreuungsformen.
    • Die Pflegekasse kann sich unter bestimmten Voraussetzungen an pflegerischen Leistungen beteiligen, sofern ein anerkannter Pflegegrad vorliegt.

    Pflegegeld oder Pflegesachleistungen können je nach individueller Situation zur Finanzierung ergänzend eingesetzt werden, decken jedoch in der Regel nicht alle Kosten ab.

     

    Eigenanteil und individuelle Belastung

    Unabhängig von der gewählten Wohn- oder Betreuungsform bleibt meist ein Eigenanteil, der selbst getragen werden muss. Wie hoch dieser ausfällt, hängt von:

    • dem gewählten Modell
    • dem Leistungsumfang
    • der regionalen Kostenstruktur

    ab. Eine frühzeitige Beratung kann helfen, die finanzielle Belastung realistisch einzuschätzen und mögliche Unterstützungsleistungen zu prüfen.

     

    Warum ein Kostenvergleich immer individuell sein sollte

    Was auf den ersten Blick günstiger erscheint, ist nicht automatisch die passendere Lösung. Neben den reinen Kosten spielen auch Faktoren wie:

    • Flexibilität
    • Sicherheit
    • langfristige Anpassbarkeit

    eine wichtige Rolle. Deshalb sollte ein Kostenvergleich immer im Zusammenhang mit dem tatsächlichen Betreuungsbedarf und der persönlichen Lebenssituation erfolgen.

     

    Wie kommt man zu betreutem Wohnen oder einer passenden Alternative?

    Gerade Angehörige stehen häufig vor der Herausforderung, unter Zeitdruck eine gute Entscheidung treffen zu müssen. Ein strukturiertes Vorgehen hilft dabei, den Überblick zu behalten und vorschnelle Entscheidungen zu vermeiden.

    Schritt 1: Unterstützungsbedarf realistisch einschätzen

    Am Anfang steht die Frage, wobei im Alltag tatsächlich Hilfe benötigt wird:

    • Geht es vor allem um Sicherheit und Begleitung?
    • Besteht bereits regelmäßiger Unterstützungsbedarf?
    • Gibt es Zeiten, in denen die betroffene Person nicht allein bleiben sollte?

    Eine ehrliche Einschätzung ist die wichtigste Grundlage für alle weiteren Schritte.

     

    Schritt 2: Wohn- und Betreuungsformen vergleichen

    Im nächsten Schritt sollten verschiedene Möglichkeiten betrachtet werden:

    • klassisches betreutes Wohnen in einer Wohnanlage
    • Betreuung im eigenen Zuhause
    • Kombinationen mit ambulanten Pflegediensten

    Entscheidend ist nicht der Name der Wohnform, sondern wie gut sie zur aktuellen und absehbaren Situation passt.

     

    Schritt 3: Rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen klären

    Bevor eine Entscheidung getroffen wird, sollten folgende Punkte transparent sein:

    • Welche Verträge werden geschlossen?
    • Welche Leistungen sind enthalten, welche optional?
    • Welche Kosten entstehen dauerhaft?
    • Welche Leistungen können über die Pflegekasse ergänzt werden?

    Eine seriöse Beratung zeichnet sich dadurch aus, dass diese Fragen klar und nachvollziehbar beantwortet werden.

     

    Schritt 4: Entscheidung vorbereiten – mit Blick auf die Zukunft

    Eine gute Lösung sollte nicht nur kurzfristig entlasten, sondern auch Spielraum für Veränderungen lassen. Besonders wichtig ist dabei die Frage, wie flexibel sich die Betreuung anpassen lässt, wenn der Unterstützungsbedarf zunimmt.

     

    Worauf Angehörige bei der Entscheidung achten sollten

    Unabhängig von der gewählten Wohn- oder Betreuungsform gibt es einige zentrale Kriterien, die bei der Entscheidung helfen können.

    Transparenz und Verständlichkeit

    Leistungen, Kosten und Vertragsinhalte sollten klar erklärt werden. Unklare Formulierungen oder pauschale Versprechen sind ein Warnsignal.

    Qualität und Verlässlichkeit

    Gute Anbieter arbeiten mit festen Ansprechpartnern, klaren Abläufen und transparenten Zuständigkeiten. Das schafft Sicherheit – für Betroffene wie für Angehörige.

    Rechtliche Absicherung

    Gerade bei Betreuung im eigenen Zuhause ist es wichtig, dass Beschäftigungsmodelle rechtlich sauber geregelt sind. Faire Arbeitsbedingungen und klare Verträge schützen alle Beteiligten.

    Passung zur Lebenssituation

    Nicht jede Lösung passt zu jeder Person. Entscheidend ist, wie gut sich Betreuung in den Alltag integrieren lässt und ob sie den Wunsch nach Selbstständigkeit unterstützt.

     

    Die passende Lösung finden – nicht die erstbeste

    Betreutes Wohnen kann für viele Menschen eine gute Möglichkeit sein, Selbstständigkeit und Sicherheit miteinander zu verbinden. Entscheidend ist jedoch, welche Form der Betreuung wirklich zur Lebenssituation passt.

    Ob in einer Wohnanlage oder im eigenen Zuhause: Eine gute Entscheidung entsteht dort, wo Informationen transparent sind, Bedürfnisse ernst genommen werden und Raum für individuelle Lösungen bleibt.

    Wer sich frühzeitig informiert und verschiedene Optionen vergleicht, schafft die beste Grundlage für eine Betreuung, die nicht nur heute, sondern auch morgen noch passt. Wir beraten Sie gerne, wenn es für Sie um den Verbleib im eigenen Zuhause bleibt.

     

     

    Häufige Fragen zum betreuten Wohnen (FAQ)

    Welchen Pflegegrad braucht man für betreutes Wohnen?

    Für betreutes Wohnen ist in der Regel kein Pflegegrad zwingend erforderlich. Ein Pflegegrad kann jedoch relevant sein, wenn Leistungen der Pflegekasse in Anspruch genommen werden sollen.

     

    Wie alt muss man für betreutes Wohnen sein?

    Es gibt kein festgelegtes Mindestalter. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern der individuelle Unterstützungsbedarf und der Wunsch nach mehr Sicherheit.

     

    Zahlt die Krankenkasse betreutes Wohnen?

    Nein. Die Krankenkasse übernimmt keine Kosten für betreutes Wohnen oder Betreuung. Leistungen der Pflegekasse können unter bestimmten Voraussetzungen ergänzend genutzt werden.

     

    Wie hoch ist der Eigenanteil beim betreuten Wohnen?

    Der Eigenanteil hängt stark vom gewählten Modell, dem Leistungsumfang und der Region ab. Eine pauschale Aussage ist daher nicht möglich.

     

    Wie lange wartet man auf betreutes Wohnen?

    Die Wartezeit variiert je nach Region und Wohnform. In Wohnanlagen kann es zu längeren Wartezeiten kommen, während andere Betreuungsmodelle kurzfristiger verfügbar sind.

     

    Ist Betreuung im eigenen Zuhause eine Alternative zum betreuten Wohnen?

    Ja, für viele Menschen kann die Betreuung im eigenen Zuhause eine sinnvolle Alternative sein – insbesondere dann, wenn ein Umzug vermieden werden soll oder ein höherer individueller Betreuungsbedarf besteht.

     

     

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