Wenn ein geliebter Mensch pflegebedürftig wird, verändert das nicht nur sein Leben – sondern auch das aller, die ihm nahestehen. Pflegende Angehörige tragen eine enorme Verantwortung und stehen oft zwischen Beruf, eigener Familie und der Sorge um den Pflegebedürftigen. Genau hier setzen wir an.
Egal, ob Sie gerade erst beginnen, einen Angehörigen zu unterstützen, oder schon seit Jahren Verantwortung übernehmen: Pflege entwickelt sich oft schleichend. Am Anfang sind es kleine Dinge wie Einkäufe, Arzttermine oder Hilfe im Haushalt.
Mit der Zeit kommen neue Aufgaben dazu — Medikamente organisieren, erreichbar sein, spontane Probleme lösen oder nachts mit einem Ohr wach bleiben. Viele Angehörige merken deshalb erst spät, wie dauerhaft die Pflege im Kopf mitläuft — und wie wenig Raum dabei oft für Erholung, den eigenen Alltag und das Familienleben bleibt.
Umso wichtiger ist es, zu wissen, welche Leistungen und Unterstützungsmöglichkeiten pflegenden Angehörigen und betroffenen Personen zustehen.
Pflegende Angehörige haben Ansprüche, die viele gar nicht kennen. Wir zeigen Ihnen, welche Leistungen Sie nutzen können – und sorgen dafür, dass keine davon verloren geht.
Das Pflegegeld wird zwar offiziell an die pflegebedürftige Person ausgezahlt, fließt in der Praxis aber meist an pflegende Angehörige weiter. Je nach Pflegegrad sind das zwischen 347 und 990 Euro im Monat.
Verhinderungs- und Kurzzeitpflege bilden seit dem 1. Juli 2025 einen gemeinsamen Jahresbetrag von bis zu 3.539 Euro. Damit können Sie eine Vertretung finanzieren, wenn Sie selbst krank werden, in den Urlaub fahren oder einfach eine Pause brauchen. Die frühere Wartezeit von sechs Monaten ist entfallen – die Leistung steht ab dem ersten Tag der Pflege zur Verfügung.
Der Entlastungsbetrag in Höhe von 131 Euro monatlich kann für Betreuung, Hauswirtschaft und Alltagsbegleitung eingesetzt werden – auch durch unseren Pflegedienst.
Beim Beruf gibt es mehrere Möglichkeiten: Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatz für bis zu zehn Tage akute Auszeit, Pflegezeit für eine bis zu sechsmonatige Freistellung und Familienpflegezeit für eine längere Reduzierung der Arbeitszeit. Auch Ihre eigene Rentenversicherung läuft weiter, wenn Sie mindestens zehn Stunden pro Woche an mindestens zwei Tagen pflegen und der Pflegegrad mindestens 2 ist – die Beiträge übernimmt die Pflegekasse.
Vieles davon muss aktiv beantragt werden. Wir sagen Ihnen, was in Ihrer Situation greift, und unterstützen bei den entsprechenden Anträgen.
Damit Pflege zuhause langfristig funktioniert, braucht es meist mehr als einzelne Leistungen. Viele Familien erleben die größte Entlastung dann, wenn medizinische Versorgung, Unterstützung im Alltag und Freiräume für Angehörige sinnvoll zusammenspielen.
Ambulante Pflegedienste übernehmen medizinische und pflegerische Leistungen wie Medikamentengabe, Wundversorgung oder Behandlungspflege.
Die 24h-Betreuung unterstützt bei der Grundpflege, im Haushalt und im täglichen Leben zuhause — mit einer festen Bezugsperson und verlässlicher Struktur.
Pflege muss nicht dauerhaft an einer einzelnen Person hängen bleiben. Verlässliche Unterstützung zuhause hilft Familien dabei, Aufgaben, Verantwortung und Belastung besser aufzuteilen.
der Ihre Familie, die Pflegesituation und Ihre persönlichen Belange kennt. Sie müssen Ihre Geschichte nicht jedes Mal neu erzählen, und Sie wissen, an wen Sie sich bei Fragen oder Veränderungen wenden können.
sorgen wir für eingearbeitete Vertretung. Sie sollen sich auf die Versorgung verlassen können, ohne dass Sie selbst einspringen müssen.
denn Pflege ist nicht nur Organisation, sondern auch Emotion – Schuldgefühle, Überforderung, manchmal auch Trauer. Sie können diese Themen bei uns ansprechen, ohne sich rechtfertigen zu müssen.
Die 24h-Betreuung kann genau der Baustein sein, der aus dauerhafter Belastung wieder verlässliche Entlastung macht. Sie verbindet Unterstützung im Alltag, feste Strukturen und persönliche Betreuung zuhause — und nimmt Angehörigen dadurch spürbar Druck aus dem täglichen Leben.
In einem unverbindlichen Erstgespräch zeigen wir Ihnen, wie eine 24h-Betreuung zuhause konkret aussehen kann und ob dieses Modell zu Ihrer familiären Situation passt.
Pflegegeld, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, Entlastungsbetrag und unter bestimmten Voraussetzungen auch Pflegeunterstützungsgeld und Rentenbeiträge. In der Erstberatung prüfen wir, was in Ihrer Situation greift.
Ja. Es gibt Pflegezeit, Familienpflegezeit und kurzfristige Auszeiten mit Lohnersatz. Wir helfen Ihnen, die passende Lösung zu finden.
Verhinderungspflege finanziert eine Vertretung, wenn Sie als pflegende Person ausfallen – etwa bei Krankheit, Urlaub oder einfach für eine Pause. Seit 1. Juli 2025 ist sie mit der Kurzzeitpflege zu einem gemeinsamen Jahresbetrag von bis zu 3.539 Euro zusammengefasst.
Sprechen Sie uns an. Wir können den Pflegeumfang anpassen, Verhinderungspflege organisieren und auf Wunsch Kontakte zu Selbsthilfegruppen oder psychologischer Beratung vermitteln.
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